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Ratgeber Substitutionstherapie

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22. Juni 2015
Heroinabhängigkeit ist wie der Name schon sagt eine Abhängigkeit von der Droge Heroin. Diese Sucht führt nicht selten zum sozialen Abstieg.
  
22. Juni 2015
Die Wirkung, die Heroin nach dem Konsum entfaltet, wird individuell unterschiedlich empfunden. Es gibt durchaus Konsumenten, die sich damit nicht wohlfühlen.
  
22. Juni 2015
Es gibt häufig keine körperliche Anzeichen für eine Heroinabhängigkeit. Erst wenn der Betroffene kein Heroin mehr erhält, kommt es zu Entzugserscheinungen.
  
22. Juni 2015
Allein der Wille entscheidet darüber, ob eine Therapie von Heroinabhängigkeit erfolgreich ist oder nicht. Eine Substitutionstherapie kann helfen.
  
22. Januar 2015
Alkoholsucht ist die körperliche Abhängigkeit von Alkohol, die progressiv verläuft und auch eine starke psychische Abhängigkeit beinhaltet.
  

Eine Suchttherapie kommt bei Abhängigkeit von bestimmten Drogen zum Einsatz. Dabei werden Drogen wie z. B. Opiate durch Medikamente (Substitute) zunächst ersetzt. Alle medikamentös unterstützenden Suchttherapien haben ein gemeinsames Ziel: mittelfristig eine Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität herbeizuführen, den Patienten zu stabilisieren und langfristig ein Leben ohne Drogen zu erreichen. Um Betroffene von Beginn an vor Entzugserscheinungen und Suchtdruck zu bewahren, wird eine kontinuierliche, langfristige Therapie mit einem geeigneten Substitut empfohlen.

Diagnose Substitutionstherapie

Für die Diagnose einer Opiatabhängigkeit gibt es internationale Richtlinien, die in der ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten) festgelegt sind. In der aktuellen Ausgabe (ICD-10) wird eine Abhängigkeit als psychisches und physisches Phänomen beschrieben, welches sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickelt. Charakteristisch für eine Abhängigkeit ist demnach der starke Wunsch, die Substanz (Droge) einzunehmen – trotz Wissen um schädliche Folgen. Betroffene haben Schwierigkeiten, den (Drogen-)Konsum zu kontrollieren; Verpflichtungen und andere Aktivitäten werden vernachlässigt, die Droge wird zum Lebensmittelpunkt. Zudem verspüren Betroffene häufig körperliche Entzugssymptome und benötigen immer höhere Mengen der Substanz (Droge), damit die gewünschte Wirkung eintritt.

 

In der Suchttherapie ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient fundamental. So sollten Patienten offen und ehrlich über eventuellen Suchtdruck und ihr allgemeines Befinden sprechen, wodurch sich Rückfälle häufig schon vermeiden lassen. Der Arzt kontrolliert die Einnahme des Substitutionsmittels in der Praxis; nach einer gewissen Therapiezeit kann auch eine Einnahme zu Hause stattfinden (Take-Home-Option). Dies ist allerdings nur möglich, wenn sich Arzt und Patient sicher sind, dass der Patient stabil ist (u. a. kein Beikonsum von anderen Drogen und Alkohol mehr) und sich nun bewusst für den nächsten Schritt in ein normaleres Leben entscheidet.