Informationen für Betroffene und Angehörige

Ratgeber Substitutionstherapie

Informationen für Betroffene und Angehörige
 
 

Impressum

INDIVIOR Deutschland GmbH
Hermsheimer Straße 3
68163 Mannheim

Tel.: +49 (0) 621 9210 33 0
Fax: +49 (0) 621 9210 33 90
E-Mail: pharma@indivior.com

Redaktionssystem:
www.wordpress.org

 

Das Informationsangebot der INDIVIOR Deutschland GmbH wurde mit Sorgfalt erstellt und wird ständig überarbeitet. Dessen ungeachtet können wir für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte keine Gewähr übernehmen.

 

Quellen:

EMCDDA Report Summary Table PDU-1. (2012). Estimates of prevalence of problem drug use at national level: 2005 – 2010, rate per 1000 aged 15 – 64.

Zubieta, J.-K., et al. (2000). Buprenorphine-Induced Changes in Mu-Opioid Receptor Availability in Male Heroin-Dependent Volunteers: A Preliminary Study. Neuropsychopharmacology VOL. 23, NO. 3.

WHO (2009). Guidelines for the Psychosocially Assisted Pharmacological Treatment of Opioid Dependence.

Vertheim, U. et al. (2008). Long-term effects of heroin-assisted treatment in Germany. Addiction 103(6):960-6; discussion 967-8.

22. Juni 2015
Heroinabhängigkeit ist wie der Name schon sagt eine Abhängigkeit von der Droge Heroin. Diese Sucht führt nicht selten zum sozialen Abstieg.
  
22. Juni 2015
Die Wirkung, die Heroin nach dem Konsum entfaltet, wird individuell unterschiedlich empfunden. Es gibt durchaus Konsumenten, die sich damit nicht wohlfühlen.
  
22. Juni 2015
Es gibt häufig keine körperliche Anzeichen für eine Heroinabhängigkeit. Erst wenn der Betroffene kein Heroin mehr erhält, kommt es zu Entzugserscheinungen.
  
22. Juni 2015
Allein der Wille entscheidet darüber, ob eine Therapie von Heroinabhängigkeit erfolgreich ist oder nicht. Eine Substitutionstherapie kann helfen.
  
22. Januar 2015
Alkoholsucht ist die körperliche Abhängigkeit von Alkohol, die progressiv verläuft und auch eine starke psychische Abhängigkeit beinhaltet.
  

In der Suchttherapie ist ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient fundamental. So sollten Patienten offen und ehrlich über eventuellen Suchtdruck und ihr allgemeines Befinden sprechen, wodurch sich Rückfälle häufig schon vermeiden lassen. Der Arzt kontrolliert die Einnahme des Substitutionsmittels in der Praxis; nach einer gewissen Therapiezeit kann auch eine Einnahme zu Hause stattfinden (Take-Home-Option). Dies ist allerdings nur möglich, wenn sich Arzt und Patient sicher sind, dass der Patient stabil ist (u. a. kein Beikonsum von anderen Drogen und Alkohol mehr) und sich nun bewusst für den nächsten Schritt in ein normaleres Leben entscheidet.

 

Eine Sucht beschreibt das unabdingbare Verlangen nach einem Gefühls- oder Bewusstseinszustand und ermöglicht Betroffenen scheinbar, für einen Augenblick aus einer als unerträglich wahrgenommenen Situation zu entfliehen und ein vermeintlich positives Gefühl zu erleben. Eine tatsächliche Verbesserung der Situation ist allerdings nicht die Folge des Suchtmittelkonsums. Man unterscheidet zwischen stoffgebundenen Süchten wie Drogen oder Alkoholsucht und stoffungebundenen Süchten wie Spiel- oder Magersucht. Die Ursachen einer Sucht sind vielschichtig. Die Entstehung kann meist nicht an einzelnen Faktoren festgemacht werden, vielmehr ist das Zusammenspiel verschiedener Faktoren für die Entstehung der Abhängigkeit verantwortlich.

Diagnose Substitutionstherapie

Für die Diagnose einer Opiatabhängigkeit gibt es internationale Richtlinien, die in der ICD (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten) festgelegt sind. In der aktuellen Ausgabe (ICD-10) wird eine Abhängigkeit als psychisches und physisches Phänomen beschrieben, welches sich nach wiederholtem Substanzgebrauch entwickelt. Charakteristisch für eine Abhängigkeit ist demnach der starke Wunsch, die Substanz (Droge) einzunehmen – trotz Wissen um schädliche Folgen. Betroffene haben Schwierigkeiten, den (Drogen-)Konsum zu kontrollieren; Verpflichtungen und andere Aktivitäten werden vernachlässigt, die Droge wird zum Lebensmittelpunkt. Zudem verspüren Betroffene häufig körperliche Entzugssymptome und benötigen immer höhere Mengen der Substanz (Droge), damit die gewünschte Wirkung eintritt.